Frieren im Passivhaus? – Mythos 3

Das Passivhaus erfreut sich wachsender Beliebtheit. Nichtsdestotrotz kämpft es weiterhin mit einigen Mythen. So manche Thesen zum Energieeffizienten Bauen werden gerade am Thema Passivhaus sehr engagiert diskutiert. So auch in der Zeitschrift Passivhaus-Kompendium, aus dem ich anschließend direkt und z.T. sinngemäß zitieren möchte.

Mythos 3
“Im Passivhaus muss man sich warm anziehen”

Stolze, frischgebackene Passivhausbewohner laden sich Freunde ein, die entweder verschämt nach der passenden Kleidung für den Abend fragen oder sicherheitshalber gleich mit dicken Pullis und Socken kommen. Schon bei der Vorspeise werden die Köpfe rot, und nach dem Hauptgang beginnt das große Entblättern: “Wir dachten, ihr habt keine Heizung”. Nicht wenige glauben noch immer, dass man im Passivhaus vor allem deswegen Heizkosten spart, weil man auf niedrige Temperaturen setzt und die Bewohner in wiederbelebten Norwegerpullis und Omas Hüttenschuhen durchs Haus schleichen.

Alles falsch. Tatsache ist,

  • dass jedes Passivhaus auf eine Mindestlufttemperatur von 20°C berechnet und geplant ist,
  • dass die meisten Bewohner es gerne noch ein bis zwei Grad wärmer haben und im perfekt ausgeführten Passivhaus dies auch problemlos erreichen,
  • es bei der Anwesenheit von Gästen sehr schnell kuschelig warm wird; 23° oder 24°C sind in kürzester Zeit erreicht…

Die Legende vom Haus, in dem man sich warm anziehen muss, braucht also nicht länger weiter erzählt zu werden.

Also dieser Mythos ist eindeutig: Quatsch!

 

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erschienen am 13.01.2012

und

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erschienen am 25.01.2012

 

Entnommen aus: Beileger “Die großen Passivhaus-Mythen” erschienen in: Passivhaus Kompendium 2010 – Laible Verlagsprojekte – Postfach 129 – 78472 Allensbach – Teilweise ergänzt und kommentiert durch UL

Ulrich Lippmann

Architekt | Energieberater

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